Pressestimmen

Junge Männerstimmen auf dem Weg zur Perfektion
Zum Konzert des Dresdner Vocal Quartetts in der Konstanzer Lutherkirche

«Fünfmal so viele Zuhörer hätten in der Lutherkirche Platz finden können, als das Dresdner Vocal Quartett ein geistlich-weltliches Mischprogramm bot, das durch seinen weitgespannten historischen Bogen ebenso faszinierte wie durch die Perfektion anstrebende Vokalkultur der vier gerade mal um die 24 Jahre jungen Künstler, die aus der Schule des Dresdner Kreuzchores kommen und somit Ensemble-Klangpflege (statt Solo-Dressur) von grundauf kennengelernt haben.
Was sie auch im Quartett sangen (und sie sangen sich durch 11 Jahrhunderte geistlicher und geselliger Tonkunst): sie waren äußerst genau auf Präzision und einheitlichen Klang der Tenor- und Baßstimmen eingespielt; das galt für den feierlichen Prozessionseinzug eines melismenreichen Mariengesanges aus dem 10. Jahrhundert genauso wie für das konzertbeschließende galgenböse "Wiegenlied" nach Morgenstern von Siegfried Strohbach.
Dazwischen lag fast das ganze musikalische Abendland: Renaissance-geglättete Motettenkunst mit ihren bipolaren Homo- und Polyphoniewirkungen; noch glatterer Palestrina mit seinen Nobelklangwirkungen imitatorischer Themen (Messeteile); ins Volkstümliche spielender deutschsprachiger Haßler-Lobgesang; englisch-farbkräftiges, durhelles Byrd-Ave Verum; unter Umgehung von Hochbarock und Klassik dann Melodienschönheit Mendelssohns; als Intonationskrönung aller schwierigen Stücke dann Francis Poulencs "Gebete", wo unglaubliche satte Dur-Akord-Verknüpfungen makellos gemeistert wurden. Schließlich der Griff nach südamerikanischer Folklore: Temperament-Gläubigkeit in akrobatischen Sing- und Sprechrhythmen.
Des A-Capella-Konzerts zweiter Teil war weltlich: nach Renaissance-Madrigalen zu Ehren der Musik und der freßbaren Martinsgans wurde Silcher die Ehre gegeben. Loewes "Rüberrettig" ließ musikalischen Disput zwischen englischer Steifheit und deutscher Derbheit erklingen, und Distlers (gefürchtete) harmonische Reibung und rhythmische Straffung im "Tambour" wurden elegant durchsungen. Mit Strohbachs Lied vom Galgenstrick meisterte das Quartett - mit seinem einzigen Fortissimo-Ausbruch des ganzen Konzerts - auch noch polytonalen Dissonanzensatz mit sarkastischer Bravour, während der optimistischen Laune der Comedian-Harmonists-Schlager "Wochenend" und "Veronika" eine Zusatzprise Phon-Pfeffer nicht geschadet hätte.
Die Zuhörer waren von der Werkauswahl und Darbietungsqualität der auftrittssympathischen vier Dresdner überzeugt und ließen diese erst nach balladenhafter, humorvoller und liebes-schmerzlicher Zugabe ziehen.»

Reinhard Müller, "Südkurier Konstanz" vom 6. Oktober 1997


Zeitungsfoto
Dresdner Vocal Quartett überzeugte
Langanhaltender Beifall war Lohn für Reise durch die Jahrhunderte

«Daß eine Konzertreise durch Deutschland und die Schweiz ausgerechnet in Zehdenick beginnt, dürfte an sich schon ungewöhnlich sein. Und die vier jungen Männer, die damit werben, ihre intensive musikalische Ausbildung im renommierten Dresdner Kreuzchor genossen zu haben, enttäuschten die Erwartungen nicht. Die gregorianischen Gesänge, die sie weitab von den Blicken des Publikums darboten, hallten durch den Kreuzgang des Zehdenicker Klosters, so klar und brillant, daß selbst der Hausherr, Pfarrer Jürgen Riemann, angenehm überrascht war, wie gut es hier klingt. Es war vor allem die Mischung aus geistlichen und weltlichen Liedern, die dem Konzert des Dresdner Vocal Quartetts eine besondere Note gab. Obwohl das evangelische Stift Kloster Zehdenick dazu eingeladen und die Zuhörer vielleicht deshalb nur mit geistlicher Musik gerechnet hatten - die strenge, tiefgläubige Stimmung, die die vier Sänger im ersten Teil ihres Programms erzeugten, wich mit der Besinnung auf deutsche Volkslieder schnell einer belebenden Heiterkeit. Zu einer Zeitreise durch die Jahrhunderte wurde so der kleine Konzertabend, der beim Publikum höchstes Lob, vor allem aber rauschenden Beifall auslöste. Und das wußte das Quartett auf seine Weise zu honorieren, indem es gleich zwei Zugaben gab.»

ris, "Grausee-Zeitung" vom 25. September 1997


Jeder Satz ein anrührendes Erlebnis
Dresdner Vocal Quartett mit vielfältigem Liedgut in Neustadt / Weinstraße

«... In Neustadt gewann das Dresdner Vocal Quartett mit diesem Konzert neue Freunde. In höchster Sangeskultur und reinem Klang erfüllten die Sänger die geistlichen Lieder mit dem Geist der Zeit, in der sie entstanden sind. Alle stilistischen Strömungen vom zehnten bis ins zwanzigste Jahrhundert flossen in dieser Stunde zur schönen Einheit zusammen und erreichten den "intensiv Zuhörenden". Die historische Ferne rückte in die Nähe der Hörer, die Frömmigkeit des Glaubensbekenntnisses in jedem Gesang fand Ausdruck. Mit variabler und sensibler Ausdruckstiefe wurde sie glaubwürdig überbracht.
Der zweite Programmteil war dem weltlichen Lied vorbehalten. Drei Madrigale standen am Beginn, und es war beeindruckend, wie die vier klangvollen Stimmen das rein musikalische und das charakteristische, das architektonische und die malerischen und seelenhaften Tendenzen ins schöne Gleichmaß brachten; wie sie die Biegsamkeit ihrer Rhythmen, die reiche Skala der Dynamik mit feinen Übergängen formten. ...»

Ursula Bifar, "Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt" vom Dienstag, 11. März 1997


Vom Hymnus zum kleinen Kaktus
Konzert des Dresdner Vocal Quartetts in der protestantischen Kirche Essingen

«... Kaum 23 Jahre jung ist jeder der vier Kruzianer, Ben Uhle (Tenor 1), Dirk Eisold (Tenor 2), Stephan Döge (Baß 1), Martin Lehmann (Baß 2), die in der protestantischen Kirche von Essingen konzertierten. Das Programm enthielt eine publikumswirksame Melange geistlicher und weltlicher Chorsätze von "Christe, Erlöser der Welt" bis zu "Mein kleiner grüner Kaktus" im Arrangement der unerreichten Comedian Harmonists.
Der gregorianische Pfingsthymnus "Veni creator spiritus" wurde mit frohgemuter Überzeugung, der Lutherchoral "Ein feste Burg ist unser Gott" mit Glaubenskraft gesungen, Mendelssohns "O lux beata trinitas" blieb von allzu romantisch überzuckerter Süßigkeit dankenswerterweise verschont. Von einer Südamerikareise mitgebracht, beeindruckte der 150. Psalm in der Vertonung des 1955 geborenen Brasilianers Hernani Aguiar und der Bearbeitung durch Martin Lehmann und Stephan Döge. Der rhythmisch akzentuierte Vortrag begeisterte.
Im weltlichen Programmteil erfreute besonders das bewegt gebrachte "O musica"-Madrigal von Paul Peuerl, das im Volksliedton schlicht und anrührend gesungene "Ännchen von Tharau", die mit Gold in den Kehlen köstlich dargebotene Humoreske "Der Käfer und die Blume" von Wenzel Heinrich Veit sowie im 200. Geburtsjahr von Carl Loewe die schnurrig komponierten und ebenso spaßig abgelieferten Stücke "Otto-Lied", "Rüberrettig" und "Kloster Grabow".
Es versteht sich bei den vier Kruzianern von selbst, daß sie ohne übertrieben zu forcieren und ohne hemmungslose Gefühlsdrücker mit rundem Wohllaut, nuancenreich abgeschatteter Klangfarbigkeit, fließenden Übergängen, deutlich deklamierend sowie bewundernswert diszipliniert sangen. Begeisterter Applaus.»

Werner Vitzthum, "Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt" vom 5. Oktober 1996


Vier Stimmen auf hohem Niveau
Dresdner Vocal Quartett gastiert in St. Jakobus mit geistlichen und weltlichen Liedern

«Ein Konzert der gepflegten Stimmen erlebten die Zuhörer in der St. Jakobuskirche, als das Dresdner Vocal Quartett sein Können bewies. Alle vier Sänger machten deutlich, daß es beim Singen nicht auf die Masse der Sänger ankommt, sondern daß vier Stimmen auf qualitativ hohem Niveau auch ihren Reiz haben können.
Und hohes Niveau wurde dargeboten. Im ersten Teil erklangen zunächst "Kyrie" und "Gloria" aus Palestrinas "Missa Aeterna Christi munera", bei der die Sänger die so wichtige Ausgewogenheit zwischen der horizontalen Linienführung und der vertikalen harmonischen Klarheit bei guter Textverständlichkeit herausarbeiteten. Genial der Einfall, dazwischen ein "Jubilate Deo" von Henrik Herman Badings zu stellen. [...]
Im zweiten Teil brachte man nur weltliche Literatur zu Gehör. Silchers "Untreue" zeigte, wie schön man dieses schlichte Lied gestalten kann und in Veits Komposition hörte man fantastisch den Käfer um die Blume summen. Dann erklangen Schumanns "Minnesänger", Mendelssohn-Bartholdy wurde mit einem Zigeunerlied zitiert und Distlers Tambour fehlte auch nicht. Mit "Spanische Nächte" und "Mein kleiner grüner Kaktus"der Comedian Harmonists ließen die vier Sänger keinen Zweifel aufkommen, daß sie auch in diesem Genre zu Hause sind. Sehr beeindruckend dann auch die mit langem Beifall erstrittenen Zugaben.»

Rigobert Völpel, "Frankenthaler Tageblatt" vom 29. September 1995


Junges Sänger-Quartett aus Dresden begeisterte

«Freunde des A-Capella-Gesangs, die am Samstag abend nicht den Weg in die Greifswalder Musikschule gefunden hatten, haben zweifellos etwas verpaßt. Die Sänger des Dresdner Vocal Quartetts, die in der Reihe "Podium junger Interpreten" im Konzertsaal musizierten, begeisterten mit einem weitgefächerten Repertoire, stimmlicher Reife und frischer, natürlicher Ausstrahlung. Der musikalische Bogen reichte vom feierlich-getragenen Choral aus dem 16. Jahrhundert bis zum jazzig angehauchten Negro-Spiritual.
Daß den jungen Ex-Kruzianern, die nach Beendigung ihrer Schul- und Chorzeit in Dresden gerade ihren Zivildienst absolviert haben, die geistliche Musik besonders am Herzen liegt, spiegelte sich vor allem im ersten Teil des Programms wieder. Die tiefe Freude und Musikalität, mit der sie die kunstvoll verschränkten Gesangssätze stilistisch überzeugend vortrugen, war förmlich ansteckend. Und daß sie neben frommen Liedern auch profanem Spaß nicht abgeneigt sind, stellten die Jünglinge mit Witz und Charme im zweiten Teil unter Beweis. Neben lebensfrohen Renaissance-Liedern gab es da köstlich-respektlose Variationen über Schuberts "Forelle", frivole "Spanische Nächte" und schließlich "Veronika der Lenz ist da". Nicht zu vergessen vier heftig erklatschte Zugaben.»

JPS, "Greifswalder Zeitung" vom 4. Februar 1994


Zeitungsfoto
Ein Konzert mit besonderem Reiz
Dresdner Vocal Quartett mit sakralen Klängen

«... Ein Genuß war am Mittwochabend das Konzert des Dresdner Vocal Quartetts im Gerhart-Hauptmann-Gymnasium mit einem gelungenen künstlerischen Programm, das sich überwiegend aus klassischen Stücken zusammensetzte.
In rund zwei Stunden sangen Ben Uhle und Dirk Eisold (Tenor) sowie Stephan Döge und Martin Lehmann (Baß) sowohl weltliche als auch geistliche Männerchormusik. Das Repertoire reichte vom mittelalterlichen Gesang bis zu Kompositionen unseres Jahrhunderts. Das Quartett präsentierte unter anderem Werke von namhaften Komponisten wie Haßler, Bach, Schubert und Deprez. Mit Vorliebe griff das Quartett jedoch auf Stücke von Felix Mendelssohn-Bartholdy zurück.
Durch die sakralen Gesänge verbreitete sich in der Aula eine Atmosphäre der Ergriffenheit, die einen besonderen Reiz des Konzertes ausmachte. Auflockernd wirkten dagegen die fröhlichen Stücke "Spanische Nächte" und "Joshua fit the battle". Am Ende des zweistündigen Konzertes dankte das Publikum mit viel Beifall für die gelungene Vorstellung. ...»

Janine E., "Wernigeröder Zeitung" vom 2. Februar 1994
© Dresdner Vocal Quartett
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